Das Kipprotor-Flugzeug starte wie ein Hubschrauber senkrecht und könne somit von fast allen Hubschrauberlandeplätzen eingesetzt werden, sagte Projektleiter Hans-Jürgen Langer. Erst ab einer bestimmten Höhe gehe es in den ökonomischen Reiseflug eines normalen Flugzeugs über. Das neue Fluggerät biete sich besonders für Kurzstreckenflüge an. Passagiere könnten damit schnell und kostengünstig von einer Stadt in die andere transportiert werden.
Um von den Flugeigenschaften eines Hubschraubers auf die eines Flugzeugs umzuschalten, brauche das Fluggerät bewegliche, also kippbare, Antriebe am Ende der Tragflächen, erläuterte Langer. "Für die vertikale Bewegung von Start und Landung werden die Rotoren, wie beim Hubschrauber, nach oben gestellt und bewegen so das Flugzeug senkrecht in die Luft." Habe der Pilot die gewünschte Höhe erreicht, setze er den Flug mit nach vorne gekippten Rotoren fort.
Bis Ende des Jahrzehnts wollen die Forscher einen Prototyp bauen, der bis zu 22 Passagiere aufnehmen und diese mit einer Geschwindigkeit von 650 Stundenkilometern transportieren kann. Damit wäre das Fluggerät nach Angaben der Experten fast doppelt so schnell wie ein konventioneller Hubschrauber bei gleichzeitig doppelter Reichweite.
(ddp)
DLR entwickelt Fluggerät der Zukunft
Göttingen/Braunschweig. Im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) forschen Wissenschaftler und Techniker an einem Fluggerät der Zukunft. Bei dem sogenannten Kipprotor-Flugzeug handele es sich um eine "Mischung aus Hubschrauber und Flugzeug", teilte das DLR am Donnerstag in Göttingen mit. Das Gerät könne helfen, den stetig wachsenden Verkehrsströmen an Flughäfen gerecht zu werden. Beteiligt an dem EU-Projekt sind die DLR-Standorte Göttingen und Braunschweig.
01.07.10 -



















































