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Greenpeace: Handelsketten reagieren auf Bedrohung der Fischbestände

Hamburg (ddp). Supermärkte und Discounter haben nach Einschätzung von Greenpeace auf die Bedrohung der Fischbestände reagiert. Zehn der elf geprüften Unternehmen hätten mittlerweile Richtlinien für ihren Fischeinkauf festgelegt, teilte die Umweltschutzorganisation am Dienstag in Hamburg mit.

 

Greenpeace hatte in seinem dritten Supermarkt-Ranking «Fisch» den Fortschritt der Handelsketten bewertet. Untersucht wurde, welche Fischprodukte umweltfreundlich sind und angeboten oder ausgelistet werden. Als erste Reaktion bieten fünf Supermärkte Aal, Rotbarsch, Scholle, Blauflossen-Thunfisch oder Heilbutt nicht länger an.

Kaufland und Norma führen den Angaben zufolge den Unternehmensvergleich wie in den vergangenen Jahren an, gefolgt von Lidl, Aldi Süd und Rewe. Deutliche Verbesserungen im Vergleich zu 2008 hat Greenpeace bei Netto, Bünting, Edeka und Kaiser's Tengelmann festgestellt.

Damit stellten sich die Unternehmen endlich ihrer Verantwortung für die Überfischung der Meere, sagte Greenpeace-Meeresexpertin Iris Menn. Nun müssten die Handelsketten ihre Richtlinien auch konsequent umsetzen und verbessern. Im Regal seien noch zu viele Fischprodukte, die dort nicht mehr hingehörten, sagte Menn. Greenpeace hatte erstmals 2007 ein Supermarkt-Ranking «Fisch» veröffentlicht.

Auch für den Kunden ist inzwischen besser erkennbar, wie ein Supermarkt sein Fischangebot einkauft. Zehn der elf Unternehmen erläutern im Internet, an der Fischtheke oder in Broschüren, wie sie auf die Überfischung der Meere reagieren. Dadurch findet der Verbraucher laut Menn leichter ein umweltfreundliches Angebot und eine bessere Kennzeichnung der Produkte.

Die Überfischung der Meere ist Greenpeace zufolge jedoch längst nicht gelöst. Neben den Handelsketten sei die EU gefordert, deren Fischereiminister am 14./15. Dezember in Brüssel die Fangquoten vergeben werden.

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