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Mehr Agrarprojekte in Entwicklungsländern gefordert

Berlin (ddp). Kurz vor Beginn des Welternährungsgipfels am Montag in Rom hat die Bundesregierung angekündigt, die Hilfsprogramme für die Landwirtschaft in Entwicklungsländern zu erhöhen. "Die Ernährungssicherung und die Förderung des bislang vernachlässigten ländlichen Raumes haben für die neue Bundesregierung höchste Priorität", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, Gudrun Kopp (FDP), der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe). "Deutschland wird die Mittel dafür wieder erhöhen und diese Fehlentwicklung korrigieren, denn Landwirtschaft ist Haupterwerbsgrundlage für die meisten Menschen in den Entwicklungsländern."

 

Zu den 20 Milliarden Dollar, die die G8-Staaten im Juni zugesagt hatten, trage Deutschland drei Milliarden US-Dollar in den nächsten drei Jahren bei, sagte Kopp. "Aber Geld allein löst das Problem nicht. Wichtig ist, welche Maßnahmen wir damit finanzieren, welche Instrumente wir einsetzen." Die Bauern müssten befähigt werden, auch mit dem Einsatz zukunftsorientierter Techniken, sich langfristig selbst zu helfen.

Die Kritik von Hilfsorganisationen, dass sich Bauern in arme Ländern diese Techniken gar nicht leisten können, wehrte Kopp ab: "Wir dürfen da nicht ideologisch herangehen, sondern wir müssen prüfen, für welche Länder welche Hilfe die wirkungsvollste ist."

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