Mit der Klage vor einem Bundesgericht in Manhattan ist eine Forderung nach Schadensersatz von mehr als zwei Milliarden US-Dollar verbunden. Porsche hat seither stets betont, sich an die geltenden Kapitalmarktgesetze gehalten zu haben.
In dem Antrag auf Klageabweisung bestritt Porsche nun die Zuständigkeit des Gerichts und argumentierte, dass der Fall in Deutschland verhandelt werden müsse. Die betroffenen Aktien seien nicht in den USA notiert und auch dort nicht gehandelt worden.
Zudem gebe es in Deutschland bereits ein Ermittlungsverfahren wegen ähnlicher Vorwürfe, argumentiert Porsche: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft seit August 2009 den Verdacht auf Marktmanipulation und unbefugte Weitergabe von Insiderinformationen beim Übernahmekampf zwischen VW und Porsche.
Hintergrund ist ein heftiges Kurswachstum der VW-Aktien am 26.Oktober 2008, der Volkswagen kurzzeitig zum teuersten Unternehmen der Welt machte. Damals hatten die Stuttgarter bekannt gegeben, wie viele Aktien des Wolfsburger Konzerns sie tatsächlich direkt und indirekt besaßen. Investoren hatten allerdings auf fallende Kurse gewettet und geliehene VW-Aktien in der Hoffnung verkauft, sie später günstiger zurückkaufen und die Differenz einstreichen zu können. Tatsächlich mussten sie nun kräftig draufzahlen.
Im Zuge der Finanzkrise war Porsches Plan einer Übernahme von Volkswagen gescheitert. Letztlich willigten die Stuttgarter ein, unter das Dach der Wolfsburger zu schlüpfen.
Porsche beantragt Abweisung einer Schadensersatzklage in den USA
Stuttgart (ddp). Der Sportwagenhersteller Porsche hat bei einem Gericht in New York die Abweisung einer Klage von US-Investmentfonds beantragt. Der Antrag sei am Dienstagabend Ortszeit fristgerecht eingereicht worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mit. Um Mitternacht wäre Porsches Frist für eine Stellungnahme zu der anhängigen Klage abgelaufen. Der Stuttgarter Autobauer sowie dem früheren Porsche-Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking und Ex-Porsche-Finanzvorstand Holger Härter wird vorgeworfen, Investoren beim Versuch zur Übernahme von Volkswagen getäuscht und belogen zu haben.
01.09.10 -
















































