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Geheimnisvolle Großkatze streift durch deutsche Wälder

Eine bislang unbestimmte Großkatze streift laut Augenzeugenberichten durch ein Naturschutzgebiet bei Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern. Die Beschreibung passt auf einen Puma oder gar einen jungen Löwen. Nun meldete sich eine weitere Augenzeugin, die von einer Großkatze berichtete. Die Kreisverwaltung Uecker-Randow gab bekannt, eine Rentnerin hätte ein schafsgroßes Tier gesehen.

Von: Paul Hüber

Die Frau zögerte mit ihrer Aussage, da sie befürchtete, nicht ernst genommen zu werden, gab der Kreissprecher bekannt. Die übereinstimmenden Zeugenaussagen lassen darauf schließen, dass in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns tatsächlich ein größeres Raubtier durch die Wälder schleicht. Ein Zoologe aus Rostock äußerte die Vermutung, dass es sich bei der Großkatze in Wirklichkeit um einen eingewanderten Goldschakal aus Südeuropa handele.

Doch ist ein Goldschakal mit einer maximalen Schulterhöhe von 50 cm eher mit einem Fuchs als mit einem Puma oder Junglöwen zu vergleichen. Auch optisch sieht ein Goldschakal vielmehr unserem heimischen Fuchs ähnlich und würde unter einem Angler für kein Aufsehen sorgen. Das sieht wohl auch der Landrat Volker Böhning (parteilos) von Pasewalk so und warnt die Bevölkerung vor einer freilaufenden Großkatze.

Die Sichtungen von Großkatzen sind keine Seltenheiten, vor allem auf den britischen Inseln werden die sogenannten „Alien Big Cats“ regelmäßig beobachtet. Durch diese Sichtungen werden sogenannte Kryptozoologen auf den Plan gerufen, die nach unentdeckten Tierarten forschen. Diese Hobbyforscher berufen sich auf alte Überlieferungen, die von englischen Großkatzen berichten, und die bis heute in den Wäldern überlebt haben konnten. Das Loch Ness Monster lässt grüßen, da es auch für diese Theorie bis heute keine Beweise gibt.

Allerdings schließt es die Existenz dieser englischen Großkatzen nicht aus, bis 1976 war die Haltung von Großkatzen nicht verboten und erfreute sich großer Beliebtheit unter der reichen Oberschicht. Nach dem Erlass des Dangerous Wild Animals Act, die eine Haltung von Großkatzen sehr erschwerte, mussten viele ihre Tiger, Löwen und Panther loswerden und setzten sie aus. Es ist nicht ausgeschlossen, dass einige dieser ausgesetzten Tiere überlebt haben und eine kleine Population bildeten.

Bei der ostdeutschen "Alien Big Cat" derweil drängt sich die Vermutung auf, dass sie sei aus illegaler Haltung geflohen sein könnte und der Besitzer sich aus Furcht vor Strafe nicht bei den Behörden meldet. War womöglich ein Wanderzirkus in der Nähe oder entpuppt sich die ominöse Sichtung als Schall und Rauch?


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