Die Aussichtsplattform, in der zwei Astronauten Platz finden, dient in erster Linie als Kontrollstation für den kanadischen Roboterarm bei Außenbordarbeiten. Außerdem bietet sie einzigartige Bedingungen für die wissenschaftliche Beobachtung der Erde, des Weltraums und der Station selbst. Die italienischen Konstrukteure versprechen sich von ihr auch einen großen psychologischen Effekt für die Raumfahrer, die bisher nur einen sehr beschränkten Ausblick aus der ISS hatten.
"Cupola" soll am Mittwoch von den US-Astronauten Robert Behnken und Nicholas Patrick entkonserviert und mit der ISS verkabelt werden. Danach können auch erstmals die Luken der Spezialglasfenster geöffnet werden. Nach Angaben der Konstrukteure kann das aber wegen der enormen thermischen Belastung der Kuppel maximal bei drei Fenstern gleichzeitig geschehen. Die Aussichtsplattform war am Mittwoch vergangener Woche zusammen mit Node 3 an Bord der US-Raumfähre "Endeavour" auf die Umlaufbahn gebracht worden. Der Shuttle koppelt am Samstag deutscher Zeit wieder von der ISS ab und wird am Montagmorgen auf der Erde zurückerwartet.
ISS besitzt jetzt eine gläserne Kuppel
Berlin/Houston (ddp). Die Internationale Raumstation ISS besitzt seit Montag eine gläserne Kuppel. In der Nacht wurde die Aussichtsplattform "Cupola" per Roboterarm an die der Erde zugewandten Seite des neuen Verbindungsknotens "Tranquility" (Node 3) umgesetzt, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. "Cupola" ist eine 1,6 Tonnen schwere Aluminiumstruktur mit einem Durchmesser von 1,95 Metern und einer Höhe von 1,5 Metern. Sie verfügt über sechs trapezförmige Seiten- und ein rundes Dachfenster von 80 Zentimeter Durchmesser.
15.02.10 -
















































