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Nach Flugausfall Passagieransturm auf Ostseefähren

Rostock/Puttgarden (ddp). Nach den Ausfällen im Flugverkehr stellen sich die Ostseefähren auf einen Passagieransturm ein. Bereits am Wochenende seien deutlich mehr Fährtickets von Dänemark und Schweden nach Deutschland gelöst worden als zu dieser Jahreszeit üblich, sagte Scandlines-Sprecher Michael Speckenbach am Montag in Rostock. Das Fährgeschäft laufe ungewöhnlich gut. "Wir bereiten uns darauf vor, dass sich nun auch der Reiseverkehr von Südeuropa über Deutschland nach Nordeuropa verstärken wird."

 

Vor allem auf der sogenannten Vogelfluglinie zwischen Roedby (Dänemark) und Puttgarden auf Fehmarn sowie zwischen Gedser (Dänemark) und Rostock habe der Auto- und Busverkehr seit dem Ausfall der Flüge von und nach Skandinavien zugenommen. In einigen Fährhäfen bildeten sich vor allem um die Mittagszeit leichte Staus, sagte Speckenbach. Auch auf der Linie von und nach Trelleborg (Schweden) nehme die Zahl der übersetzenden Passagiere zu.

Die Fähren seien gut gebucht, bislang müsse jedoch niemand im Hafen zurückbleiben, sagte der Sprecher. Die Reederei sei derzeit in der Lage, auch kurzfristig Überfahrten mit Pkw anzubieten. Um den Ansturm der Reisenden und ihre Versorgung zu meistern, seien zusätzliche Catering-Crews an Bord der Schiffe gebracht worden. Zudem sei eine für April geplante Werftdurchsicht einer zwischen Puttgarden und Roedby fahrenden Fähre zunächst auf Mai verschoben worden. Auf dieser Linie seien somit ständig vier Schiffe im Einsatz.

Auch die Bahnen reagierten auf den Verkehrsverlagerung. Sowohl die Deutsche Bahn als auch die dänische Staatsbahn setzen gegenwärtig zusätzliche Züge zu den Fährhäfen ein. Von dort aus könnten die Reisenden zu Fuß an Bord gehen, sagte Speckenbach. In den Zielhäfen würden zusätzliche Anschlusszüge bereitgestellt.

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