Sie befinden sich hier: Startseite

Der Stoff, aus dem 2012 gemacht ist

Es ist nicht mehr lange hin, bis wir 2012 erreicht haben.

Und es gibt inzwischen einige Filme, die sich auf das so

genannte End-Datum beziehen, das uns die Maya gegeben

haben sollen. Ich habe mir zwei dieser Filme angesehen,

und sie sind so gegensätzlich wie sie nur sein

können.

Von: Filmbetrachtung von Susanne Sejana Kreth

In dem einen Film stürzen Hochhäuser in tiefe
Straßenschluchten und begraben Autos und Menschen
unter sich, zerbrechen Brücken wie Streichhölzer und
brechen Berge in sich zusammen, als hätte jemand
Wasser auf einen Sandhaufen geschüttet. Roland Emmerich
reduziert in seinem Film „2012“ die Prophezeiungen
für dieses Enddatum wie erwartet auf eine
bloße Zerstörungsorgie á la Hollywood. Eine minimale
Handlung ohne großen Spannungsbogen, zieht sich
durch die Raserei durch zusammenbrechende Strukturen,
denen die Filmdarsteller auszuweichen versuchen,
was ihnen seltsamerweise immer glückt. Doch
nicht nur dies macht das Spektakel unglaubwürdig, auch
das Übermaß an Zerstörung, das für den Zuschauer zu
viel ist und zudem noch aneinandergereiht wirkt, besitzt
kaum ein Maß an Glaubwürdigkeit. Fesseln tut hier nur
noch die Frage, wie dies alles im Studio erzeugt wurde;
es versetzt den Zuschauer aber (Gott sei Dank) nicht in
das, was in dem Film geschieht.

Die Story ist schnell erzählt: Im Jahr 2009 findet ein Wissenschaftler-
Team heraus, dass Neutrinos von der Sonne
den Erdkern erhitzen, was im Jahr 2012 zum Erhitzen
der Erdkruste führen wird. Die Folgen: das Aufplatzen
der tektonischen Platten, Erdbeben, Vulkanausbrüche
und Tsunamis. Im Gegensatz zu Emmerichs „The Day
after Tomorrow“ glaubt die Regierung den Wissenschaftlern
und es werden mehrere Archen sowie eine Basis im
chinesischen Hochland gebaut, um eine Elite zu retten,
während die Bevölkerung sich selbst überlassen wird.
Nach der Flut gibt es nur noch einen einzigen Kontinent,
der nicht unter Wasser ist: Afrika. Er wurde durch die
Landmassenverschiebung angehoben. Alle übrigen Erdteile
haben sich um 23° verschoben, tauchen aber ebenfalls
bald wieder auf.

Mit 2012 hat der Film tatsächlich nichts zu tun, da Neutrinos
die Erde – wenn überhaupt – auch in einem anderen
Jahr treffen können. Der Film ist eher eine filmische
Umsetzung einer modernen Sintflut, und ich vermute,
dass Emmerich das Thema 2012 nur als Aufhänger benutzt
hat, um zu einem aktuellen Thema etwas Reisserisches
beizutragen. Die Mayas selber, um die es ja eigentlich
gehen müsste, werden lediglich kurz am Rande
und auch nur von einem „verrückten Verschwörungstheoretiker“
erwähnt.

Ganz anders die Dokumentation „(R)Evolution 2012“ von
Dieter Broers, die sich tatsächlich um 2012 dreht, ohne
sich auf 2012 festzulegen. Beginnen tut der Film mit
einer Aussage Broers, die er vor einem Auditorium gemacht
hat: „Ich bin davon überzeugt, dass 2012 eine
Veränderung eintreten wird. Die Frage ist nur: Wann ist
2012?“. Ähnlich wie „Bleep“ haben wir hier einen filmisch
eindrucksvoll gemachten Film über den Wandel, dessen
grandiose Bildabfolgen die Doku nie langweilig werden
lassen. Darin geht es nicht nur um den Mayakalender,
die Sonnenaktivität und die Aktivität der geomagnetischen
Felder, die sich bis 2012 immer mehr verstärken
sollen, sondern auch um den Bewusstseinswandel, der
sich unter den Menschen vollzieht. Es wird beschrieben,
wie kosmische Zyklen 2012 zusammenkommen und der
derzeitige Zyklus des Mayakalenders zuende geht, das
Sichfestlegen auf ein bestimmtes Datum wie den 21.12.                                 2012 aber dennoch als nicht sicher gilt.

Etwas viel Wichtigeres wird in dem Film angesprochen,                                       nämlich die Frage,
wie der Mensch aus dem komplizierten und beschleunigten
Leben von heute aussteigen kann, sein Leben
entschleunigen kann. Dabei spielt vor allem die
Wahrnehmung eine Rolle, die sich heute verändert. Der
Biophysiker Dieter Broers, der lange Jahre den Einfluss
von EM-Feldern auf das menschliche Gehirn untersucht
hat, zeigt dabei auf, wie eine neuronale Umwandlung
unseres Gehirns stattfindet und bringt damit das, was im
Transformationsprozess passiert, auf eine wisssenschaftlich
fundierte Grundlage. Bemerkenswert sind auch die
weiteren Themen, denen er in seinem Film Raum gibt:
den Kornkreisen etwa, die vielen Farmern als Weckruf
dienen könnten und dann so achtlos abgemäht werden.
Anhand dieses Beispiels zeigt der Film auf, wie schwer
wir Menschen uns damit tun, eine neue Sichtweise über
die Dinge des Lebens zuzulassen.

Zwischendurch kommen namhafte Wissenschaftler zu
Wort, die etwas zum Thema Wandel beitragen. Rupert
Sheldrake
, Biologe, spricht von den morphischen
Feldern, die alles Lebendige miteinander verbinden und
erklären, warum wir manchmal schon vorher wissen, wer
anruft oder dass uns jemand beobachtet. Die Astrophysikerin
Giuliana Conforto spricht davon, dass unsere
Wahrnehmung eine dramatische Veränderung durchmacht,
die sich unabhängig von unseren fünf Sinnen
abspielt. Für 2012 und danach sagt sie voraus, dass unser
Verstand zusammenbrechen wird, wir aber keine
Zerstörung erleben und auch nicht sterben werden. Ausgehend
davon, dass das Gehirn alle Informationen aufnimmt,
die Neuronen nur noch freigeschaltet werden
müssen, um das ganze Spektrum dieser Informationen
wahrzunehmen, wie Broers es beschreibt, wird es stattdessen
zu einer Schwingungserhöhung kommen, einem
Zugang zu weitaus mehr als zu dem, wozu wir derzeit
fähig sind. Wir entwickeln unsere inneren Sinne. „Es ist,
als wenn wir gerade auf eine neue Realität eingestellt
werden“, sagt Francine Blake.


Die Historikerin vergleicht den Gedanken an das Ende unserer              Zivilisation mit früheren Untergangsängsten, z.B. denen                                    im Römischen Reich.
Nie kam es aber zu einem gänzlichen Untergang, sondern
immer nur zum Ende von alten Einstellungen,
Machthabern oder Kulturbräuchen. Heute geht es uns
ähnlich. Das System spitzt sich derzeit exponentiell zu,
da wir es zu erhalten versuchen, anstatt es zu erneuern.
Dadurch leben wir in einem begrenzenden System, in
dem immer mehr Ressourcen verbraucht werden, immer
mehr Regulierungen stattfinden und immer mehr Lösungen
auf vorigen unbrauchbaren Lösungen aufgebaut
werden, anstatt das Alte loszulassen. Das System stresst
uns nicht nur, es kollabiert auch, und wir müssen uns, so
Francine Blake, für einen Weg entscheiden, bei dem wir
nicht das ganze alte Gepäck mitschleppen können.
Dass Dieter Broers, der früher unter dem Pseudonym
Morpheus Bücher über die Matrix geschrieben hat, von
dem Film „Matrix“ inspiriert wurde, sieht man auch hier,
wenn am Anfang und inmitten des Films ein Computerbildschirm
suggeriert wird, auf dem der erforderliche
„Neustart“ angekündigt wird – übertragen auf die Erde
und den derzeitigen Wandel! Und auch der Lieblingswissenschaftler
von Dieter Broers – Burkhard Heim
bleibt nicht unerwähnt.

Immerhin beschrieb dieser schon sehr früh die Theorie der anderen Dimensionen. Der Quantenphysiker Michael König erklärt
es aus quantenphysikalischer Sicht,wenn er sagt, dass wir Menschen
gerade dabei sind, uns die Räume, die über der dreidimensionalen
Ebene geschachtelt sind, zu erschließen,
mit Phasenübergängen in ein höheres Bewusstsein. An
dieser Schwelle stünden wir im Moment. Wie wir uns
diese anderen Dimensionen vorstellen müssen, die
raum- und zeitgleich mit uns existieren, wird ebenfalls
veranschaulicht, ebenso die Konsequenz, die daraus resultiert:
dass es auch ein Leben jenseits des Todes gibt.

Das beweist auch das Phänomen der Transstimmen –
Stimmen aus dem Jenseits bzw. anderen dimensionalen
Ebenen – das von dem Physiker Ernst Senkowski, der
ein Experte für „Transkommunikation“ ist, präsentiert
wird. Hierbei werden über Radioempfänger und mit Hilfe
von Tonbandaufnahmen Stimmen aus anderen Dimensionsebenen
hörbar gemacht.

Auch das UFO-Phänomen wurde in Dieter Broers Film
thematisiert, das von Illobrand von Ludwiger von
der UFO-Forschungsgesellschaft MUFON präsentiert
wird, der hier vor allem als Astrophysiker spricht. Denn
ebenso wie bei den Kornkreisen wird auch die UFOThematik
immer noch in den Bereich Metaphysik verbannt,
obwohl die Beweise für ihre Existenz längst
vorliegen.

Sehr deutlich wird durch den Film, worum es im                                                 Transformationsprozess geht – dass wir Menschen, die zuvor
wie Blinde waren, sehen lernen und die wahre Natur der
Realität kennenlernen, mitsamt anderer Dimensionen
und Parallelwelten. Dies geschieht mithilfe kosmischer
Informationen, die uns über Gamma-Rays, die Sonne
und andere kosmische Quellen wie Energie aus der
dunklen Materie geliefert werden. Dadurch finden wir
wieder Zugang zum Universum und schwingen uns auf
eine nächsthöhere Evolutionsstufe, die nicht nur einfach
einen Evolutionssprung, sondern einen dimensionalen
Bewusstseinsprung beinhaltet.

Wenn dieser Doku-Film einmal im Fernsehen gezeigt
werden wird (und das hoffentlich nicht erst in ein paar
Jahren), dann werden viele viele Menschen verstehen,
um was es derzeit geht. Dieter Broers hat diesen Film
gemacht, weil ihn die Panikmache gestört hat, die um
2012 herrscht, und die von Roland Emmerich noch geschürt
wurde. 2012, so sagt er, sei eine Chance für einen
Bewusstseinssprung, kein Untergang. Mag sein, so
der Quantenphysiker Michael König, dass der Übergang
etwas hart wird, aber er wird notwendig, damit wir zu einem
gesünderen und bewussteren Umgang mit unserer
Welt zurückfinden. Was dabei aber mit Sicherheit helfen
wird, ist die neue Wahrnehmung, denn die Transformation
führt uns zu einer neuen Wahrnehmung der Welt,
die ebenso vergangene Erfahrungen zu verändern vermag.
Diese neue Wahrnehmung unterscheidet sich von
dem, was wir von früher kennen genauso wie der Unterschied
zwischen den beiden von mir hier beschriebenen
Filmen. Das Untergangsszenario von Roland Emmerich
ist der alten Sichtweise entsprungen, während
Dieter Broers´ Film der neuen Wahrnehmung entspricht.
Für die einen geht die Welt 2012 unter, während sie für
die anderen neu aufersteht. Wir können die zwei Welten
eben auch hier sehen...

Letztendlich geht es darum, für welchen Weg wir uns
entscheiden. Wählen wir den, bei dem wir ängstlich an
dem festhalten, was uns verloren zu gehen scheint?
Oder richten wir uns auf den natürlichen Rhythmus der
Natur und der neuen Schwingung aus und erleben die
neue Verbundenheit mit dem Universum, auf das wir gerade
geeicht werden? Es wird wohl die Liebe und unser
Gefühl sein, was letztendlich entscheidet, welche Zukunft
wir wählen. Roland Emmerich´s Film lässt ein ungutes
Gefühl von „Gerade dran vorbeigeschrammt“ zurück,
während Dieter Broers´ Film den Geist weit öffnet
und irgendwie glücklich macht, weil er das wiederspiegelt,
was die meisten von uns gerade denken und
erfahren. (SK)

Bilder-Galerie (Bild anklicken zum Vergrößern)
 


<- Zurück zu: Startseite




Im Interview