Kleine Trommelfelldefekte wachsen in den meisten Fällen von allein wieder zusammen. Größere Risse werden mit Silikon- oder Papierstreifen stabilisiert, so dass die Verletzung besser abheilt, wie Deeg erläutert. Operativ ließe sich das Loch auch mit körpereigener Muskel- oder Knorpelhaut verschließen. Habe man sich die Verletzung im Wasser zugezogen, so könnte sich zusätzlich eine Entzündung bilden, die gesondert behandelt werden muss, fügt der Facharzt hinzu.
"Von einer Eigentherapie würde ich dringend abraten", warnt Deeg. So solle man beispielsweise keine schmerzlindernden Tropfen in das Ohr geben: "Zum einen helfen die bei einem verletzten Trommelfell überhaupt nicht. Und zum anderen gibt es Tropfen, die nicht in das Mittelohr gelangen dürfen. Ist das Trommelfell jedoch defekt, kann genau das passieren."
Hörverlust und Schmerzen sind Hinweise auf Loch im Trommelfell
Freiburg im Breisgau (ddp). Das Trommelfell kann bereits durch einen Schlag auf das Ohr oder einen Kopfsprung ins Wasser reißen. "Es gibt drei charakteristische Anzeichen, die auf ein Loch im Trommelfell hindeuten", meint Michael E. Deeg vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Erstens komme es bei einem defekten Trommelfell zu einem deutlich spürbaren Hörverlust: "Das fühlt sich an, als hätte man Wasser oder Watte im Ohr." Zweitens könne es sein, dass etwas Blut aus dem Ohr tropft. Drittens trete ein sehr starker, stechender Schmerz auf: "Bei einem nicht verletzten Trommelfell wären die Schmerzen nach einem Aufprall deutlich geringer." Grundsätzlich sollte man bei diesen Symptomen einen HNO-Arzt aufsuchen.
21.07.10 -



















































