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Alternative Heilbehandlungen liegen im Trend

Elmshorn (dapd). Alternative Heilbehandlungen sind gefragt - leider aber recht teuer. Zwar zahlen gesetzliche Krankenkassen für Akupunktur und Homöopathie - die Leistungen sind aber eher dürftig. Für den Besuch beim Heilpraktiker dürfen die gesetzlichen Kassen dagegen generell keine Kosten übernehmen. Wer also als gesetzlich Versicherter die Dienste eines Heilpraktikers in Anspruch nehmen will, sollte deshalb eine private Zusatzversicherung abschließen.

 

Das aber wird schwierig, wenn die Versicherten kein Leistungspaket kaufen wollen, in dem neben der Kostenübernahme für die Heilpraktikerbehandlungen auch noch die Kosten für teuren Zahnersatz oder Brillen mitversichert sind. Reine Zusatzversicherungen für Heilpraktikerbehandlungen sind dagegen selten, wie jüngst ein Test der Stiftung Warentest gezeigt hat.

Die beste Versicherung im Test, die ausschließlich Heilpraktikerbehandlungen versichert, war die Gothaer im Tarif MediNatura. Die Assekuranz zahlt bis zu einem Jahreshöchstbetrag von 2.000 Euro die Aufwendungen für Heilbehandlungen und Arzneimittel nach dem Gebührenverzeichnis der Heilpraktiker sowie Naturheilverfahren nach dem sogenannten Hufelandverzeichnis.

Allerdings sind in den ersten beiden Kalenderjahren des Versicherungsschutzes die Erstattungsgrenzen niedriger und liegen bei 500 im ersten und 1.000 Euro. Ein 30-jähriger Mann zahlt für diesen Schutz 9,71 Euro im Monat, eine Frau 18,38 Euro. Lohnend dürfte der Abschluss der Heilpraktikerversicherung vor allem dann sein, wenn der Versicherte wirklich regelmäßig zum Heilpraktiker geht und die Leistungen in Anspruch nimmt. Bei wenigen Behandlungen sind die Policen dagegen zu teuer. Da empfiehlt es sich, die Behandlungskosten aus eigener Tasche zu begleichen.

Wer dagegen einen Paketschutz sucht und neben den alternativen Behandlungen auch teuren Zahnersatz abgesichert oder bei einer neuen Brille Zuschüsse haben möchte, sollte besser auf ein entsprechendes Versicherungspaket umzusteigen. Die Top-Angebote nach der Untersuchung der Zeitschrift Finanztest sind hier die Tarife der SDK (ZH 40) sowie erneut zwei Tarife der Gothaer, die (Medi Ambulant und Medi Top 2, in Verbindung mit Medi Natura), die die Paketlösungen beinhalten.

Oft werden Versicherte auch von ihren gesetzlichen Krankenkassen darauf hingewiesen, dass es durch Kooperationen die Möglichkeit gibt, Heilpraktikerversicherungen als private Ergänzungspakete über die gesetzliche Kasse abzuschließen. Die Untersuchung von Finanztest hat jedoch gezeigt, dass es zumeist bessere Leistungen gibt, wenn Versicherte sich für offene Angebote entscheiden, die allen Versicherten offenstehen. So hat zum Beispiel die CSS mit dem Tarif maxi ein gutes Angebot am Markt, mit dem Heilpraktikbehandlungen versichert werden können.

Ganz wichtig: Anders als bei der gesetzlichen Vollversicherung stehen die privaten Zusatzangebote nicht allen offen, denn die Versicherer müssen nicht jeden Antragssteller annehmen. Wer beispielsweise chronisch krank ist, wird oft keinen Vertrag bekommen oder einen Risikozuschlag zahlen müssen. Das sollte allerdings niemanden dazu verleiten, die Gesundheitsfragen im Antrag falsch zu beantworten - denn in der Regel fliegen Falschangaben auf. In der Folge kann der Versicherer vom Vertrag zurücktreten und bereits gezahlte Leistungen zurückfordern.

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