FA: Herr Bremer, Sie entwickeln ja eine wirklich unglaublich phantastische These zum Thema Atlantis. Was weckte ihr Interesse an diesem Thema?
Dieter Bremer: Das geht nun fast 40 Jahre zurück auf meinen Musikunterricht in der Schule. Ich musste die „Ode an die Freude“ vorsingen. Und fragte meine Lehrerin, was der Text denn bedeutet, und erhielt keine befriedigende Antwort. Ich arbeitete mich über die Jahre Strophe für Strophe durch und kam zu der Erkenntnis, dass Schiller - der sich alter Freimaurertexte bediente – Anhaltspunkte auf eine Stadt in den Wolken gab.
FA: Und wo findet man diese Anhaltspunkte?
Dieter Bremer: Im Chor zwei, wo es heißt: „Was den Ring bewohnet….zu den Sternen leitet sie“. Für mich ist es ein Hinweis auf eine Raumstation im All. Oder was sagt uns diese Textpassage? Interessant auch die erste Strophe: „ Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium, wir betreten feuertrunken, Himmlische, dein Heiligthum“. Für mich beschreibt es Sternenfahrten der Menschen zu dieser Raumstation. Die Menschen sind von dem Zubringerschiff und daraus resultierenden Antriebskräften „feuertrunken“.
FA: Herr Bremer, das ist ja eine wirklich gewagte Interpretation von Schillers „Ode an die Freude“. Finden Sie ihre Indizien auf ein Atlantis im All noch in anderen historischen Quellen?
Dieter Bremer: Aber natürlich, in jeder großen Heldensaga findet man diese Anhaltspunkte. Einen Held, der diese Raumstation besucht – ich gehe soweit, dass ich behaupte, dass diese Raumstation von diesem Helden gesprengt werden musste. In allen Epochen und überall auf der Welt gibt es Mythen und Heldensagen, die von einem Erlöser sprechen, der ein Sinnbild des Bösen bezwingt, meist in Verbindung mit einer Himmelsfahrt. Da wäre Enkidu, ein Held aus dem Gilgamesch-Epos, Arjuna eine Heldengestalt aus dem Mahabharata. Auch Herakles, bei dem es heißt, er wäre bei Atlas, der den Himmel trug, gewesen. All diese Helden sind sich in ihrer Beschreibung sehr ähnlich und führten dieselben Heldentaten durch. Daher gehe ich davon aus, dass diese Überlieferungen kulturübergreifende Überbleibsel aus der Zeit von Atlantis sind.
FA: Ist dies nicht nur Interpretationssache alter Texte, die eher als Gleichnis anstatt als geschichtlich verwertbare Beweise dienen? Nähern wir uns hier nicht einer Grenze, indem sie Science-Fiction mit Heldensagen verschmelzen, um ihr Bild von Atlantis zu kreieren? Und warum musste Atlantis gesprengt werden? Gibt es denn auch handfeste Beweise für ihre Behauptungen?
Dieter Bremer: Zur Frage der Sprengung: Atlantis hatte zwei Wächter, zwei Schutzengel - nennen wir sie Kampfsterne - die Gefahren für die Raumstation wie Kometen abwehren sollten. Wahrscheinlich durch einen technischen Defekt geriet die Raumstation in eine erdnahe Umlaufbahn, diese Kampfsterne stuften die Erde als Gefahr für die Raumstation ein, und fing an sie zu beschießen. Daher rühren wohl auch unsere Legenden von den feuerspukenden Drachen, die der Held vernichten musste. Ich gehe davon aus, dass Atlantis mit atomaren Sprengwaffen vernichtet wurde und zum Absturz gebracht wurde. Daher auch das alles blendende Licht am Schluss der meisten Heldensagen .
FA: Wir sind aber dennoch auf einem rein spekulativen Weg, ich frage nach wissenschaftlichen Beweisen, gibt es keine nachweisbaren Überreste der Sprengung oder der angeblichen Raumstation?
Dieter Bremer: Doch die gibt es, das Jod-Isotop 129, welches nur technisch erzeugt werden kann, wird in sehr alten Erdschichten gefunden. Bodenproben aus diesen Erdschichten übersteigen den Wert um das 50- bis 100-Fache. Daher gehe ich von dieser (atomaren) Sprengung aus.
FA: Warum weichen sie von vorherrschenden Meinung ab, dass Atlantis eine versunkene Insel war?
Dieter Bremer: Nun ja, ich rede auch von einer Insel, eine Insel in den Wolken. Atlas hat den Himmel getragen - den Atlas-Himmel – und über Jahrhunderte veränderte sich das Weltbild und aus Himmelsmeer wurde ein Weltmeer.
FA: Da sie von einer Raumstation sprechen, erübrigt sich wohl meine Frage nach den Erschaffern -waren es Außerirdische?
Dieter Bremer: Ja, ich gehe davon aus, dass es ein Außenposten von Außerirdischen war. Aber ich kann nichts über deren Absichten sagen.
FA: Wie gehen sie eigentlich mit Kritik um, die bei Ihrer Theorie wohl sehr massiv auf sie einstürzen dürfte?
Dieter Bremer: 99 Prozent meiner Kritiker haben meine Bücher nicht gelesen und lehnen meine Theorie auch schon aus ideologischen Gründen kategorisch ab, weil sonst das religiöse und wissenschaftliche Weltbild zusammenbrechen würde.
FA: Haben sie noch eine Botschaft an unsere Leser?
Dieter Bremer: Jeder, der Interesse an dem Thema hat, soll sich sachlich mit Quelltexten und Überlieferungen auseinandersetzten. Seine Gedanken frei machen und auch das Unmögliche in Erwägung ziehen. Vielleicht ist ja eine geflügelte Sonne keine Sonne, sondern eine Raumstation. Bildet euch eure eigene Meinung.
Hinweis: Das Interview mit Dieter Bremer entstand im Rahmen seines Auftritts in der TV-Talkshow "Café 23", die auf dem Web-TV-Portal nexworld.TV abgerufen werden kann. Link zur Sendung:
Café 23: Atlantis – Eine neue Theorie der Weltgeschichte



















































