Komödienspaß auf nicht allzu hohem Niveau verspricht dabei "Year One" mit Jack Black und Michael Cera. Diese spielen zwei einfache Dorfbewohner, die sich durch die Weltgeschichte am Anfang der Zeitrechnung schlagen und dabei in allerlei biblische Katastrophen stolpern. Während man von Herrn Black ja bereits allerlei Fäkalwitze und Kalauer gewöhnt ist, hat Michael Cera in "Juno" auch mit weniger Brachialhumor zum Lachen angeregt. Diese Witze der kleinen Gesten fallen hier natürlich weg – möglichst plakativ und übertrieben geht es in "Year One" zu. Dabei erinnert das Duo streckenweise an die Dynamik zwischen Will Ferrell und Jon Heder in "Blades Of Glory". Der Plot muss sich natürlich mit "Das Leben des Brian" vergleichen lassen.
Einige Vergleiche mit artverwandten Gauner-Klamotten – zwischen Guy Ritchie Filmen und der Olsen Bande - wird auch "The Brothers Bloom" bestehen müssen. Nur dass hier die Hauptdarsteller einen Oscar auf dem Kaminsims stehen haben. Der Film erzählt von einem kriminellen Bruderpaar, was seinen letzten großen Coup in Angriff nimmt. Leider verliebt sich der eine Bloom-Bruder in die steinreche Erbin Penelope, die es auszunehmen gilt. Dass dabei zusehens die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Betrug verschwimmen, versteht sich da von selbst. Auch wird immer unklarer, wer hier eigentlich wem etwas vormacht.
Sehr mysteriös ist auch der neue Film von Jonas Åkerlund. Seines Zeichens schwedischer Musikclip-Regisseur, der 2002 mit "Spun" im Spielfilmfach debütierte. Nun nimmt er sich in seinem zweiten Kinofilm das Genre des Horrorthrillers zur Brust. "Horsemen" erinnert nicht nur vom biblischen Plot an David Finchers "Se7en", sondern auch die Ästhetik und die sich einstellenden Zuschaueremotionen sind vergleichbar. Schockeffekte und Suspense Hitchcock’scher Prägung lassen die Anspannung und den Angstschweiß nie versiegen. Ein frisch verwitwter Ermittler stellt langsam persönliche Verbindungen zu einer Mordserie fest. Diese Serie folgt dem Muster der biblischen Prophezeiung der vier Reiter der Apokalypse. Wie tief er selbst darin verstrickt ist, ist zwar zum Ende des Films recht offensichtlich, wird hier aber trotzdem nicht verraten.
Die Dokumentation "It Might Get Loud" des Oscar-prämierten Doku-Filmers Davis Guggenheim ist sicherlich nur für Musikfans im Allgemeinen und E-Gitarristen im Besonderen von Interesse. Die bekommen dafür tiefe Einblicke in drei Charaktere, die jeweils eine unterschiedliche Generation von Rock-Gitarristen verkörpern. Jimmy Page von Led Zepplin, The Edge von U2 und Jack White von den White Stripes werden hier zusammengebracht. Neben ausgedehnten Jam-Sessions und dem ein oder anderen Gitarrensolo unterhalten sich die drei Herren über Musik als Alltags- und Kulturgut, über den Einfluss der technischen Entwicklung auf ihren persönlichen Sound und über ihre persönlichen Tricks und Kniffe des Spiels auf ihren geliebten Sechs-Saitern. Dazu gibt es noch eine praktische Anleitung, wie man sich selbst ein Saiteninstrument basteln kann, mit einer Cola-Flasche und einem Draht in den Hauptrollen. (MS).






















































