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Autobranche und Umweltschützer streiten über CO2-Ausstoß

Frankfurt/Main (ddp). Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) streiten sich Branchenvertreter und Umweltschützer über die Kohlendioxid-Emissionen der Fahrzeuge. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, sagte am Donnerstag bei der Eröffnung der IAA in Frankfurt am Main, bei der Schadstoffreduktion führen Modelle deutscher Konzernmarken "ganz vorne mit".

 

Sie lägen in diesem Jahr bei den durchschnittlichen CO2-Emissionen in neun von zehn Fahrzeug-Segmenten vor der Konkurrenz, sagte Wissmann unter Berufung auf Zahlen des Kraftfahrtbundesamts. Er habe bereits 2007 von einer "grünen IAA" gesprochen, sagte Wissmann. Nun sei die Messe »noch grüner« geworden. 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warf der Branche dagegen vor, "vollkommen unglaubwürdig" zu sein. Der BUND-Verkehrsexperte Werner Reh sagte, Weltmarktführer sei die Autoindustrie hierzulande «vor allem im Inszenieren von Illusionen». Eine Überprüfung der auf der IAA präsentierten jetzt bestellbaren Mittelklassewagen großer deutscher Hersteller seitens des BUND habe einen über dem europäischen Durchschnitt liegenden CO2-Ausstoß von 153 Gramm pro Kilometer ergeben. Am besten stehe noch BMW mit 137 Gramm da.

Eine "Grüne Woche" gebe es auf der IAA «nur in den Reden der Chefs der deutschen Autokonzerne», sagte Reh. In Wahrheit zeigten die Hersteller eine Modellpalette, "die den Erfordernissen von Nachhaltigkeit und Klimaschutz nicht gerecht wird". Das Ankündigen von alternativen Antrieben und Elektromobilen reiche nicht.

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