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Ayers Rock darf bald nicht mehr bestiegen werden

Canberra. Am heiligen Berg der australischen Aborigines soll ein Kletterverbot durchgesetzt werden. Eine Kommission der Nationalparkbehörde will laut dem Zehnjahresplan das Besteigen des auch Uluru genannten Berges durch Touristen verbieten. Bisher haben die Ureinwohner Australiens lediglich Besucher bitten können auf den Aufstieg zu verzichten. Das wurde von vielen der Besucher aber schlicht ignoriert.

 

Jährlich besuchen etwa 350.000 Touristen den rötlich leuchtenden Berg aus eisenhaltigem Sandstein im Landesinneren des Kontinents. Ein Drittel davon, also immer noch gut 100.000 Reisende, besteigen den Ayers Rock trotz der klaren Bitte. Bisher ist in den letzten vierzig Jahren knapp ein Tourist jährlich dabei gestorben, da die Temperaturen in der australischen Wüste im Sommer oftmals die 45 Grad-Grenze übersteigen und es dadurch zu Hitzeschlägen sowie Herz- und Kreislaufstörungen kommen kann.


Doch nicht nur aus diesem gesundheitlichen Grund soll ein Verbot nun endlich durchgesetzt werden. Bestimmte Teile des Berges gelten bei den Anangu-Aborigines als heilig. Diese Orte sollten Menschen, die nicht mit den Traditionen der Anangu vertraut sind, weder sehen noch fotografieren.


Da zudem eine Umfrage ergab, dass 98 Prozent der Touristen trotz eines solchen Verbotes nicht auf eine Reise zum Ayers Rock verzichten würden, ist es mehr als verwunderlich, warum ein solches Verbot nicht schon längst verabschiedet wurde. Sogar in den USA, die wahrlich nicht gerade dafür bekannt ist, besonders zuvorkommend mit den nordamerikanischen Ureinwohnern umzugehen, ist es schließlich verboten, die heiligen Felsen der Navajo im Monument Valley zu erklimmen. (MS).

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