Bordcomputer errechnen die Verbrauchswerte aus verschiedenen Daten, die im Fahrzeug meist für andere Zwecke gebraucht werden, zum Beispiel aus der Öffnungszeit der Motor-Einspritzventile und der Fahrstrecke. Messungenauigkeiten sind dadurch systembedingt. Bei vielen Fahrzeugen ist eine Korrektur (Kalibrierung) mittels eines Servicecomputers beim Vertragshändler möglich. Für die Verbrauchsanzeige gibt es, wie für andere Messeinrichtungen im Auto auch, keine konkreten gesetzlichen Vorgaben für die Anzeigegenauigkeit.
«Aber auch ungenau arbeitende Verbrauchsanzeigen können sinnvoll genutzt werden», betont Maurer: «Sie helfen dem Fahrer, einen möglichst spritsparenden Fahrstil zu finden.» Trotzdem fordert der ADAC die Fahrzeughersteller auf, dafür zu sorgen, dass Verbrauchsanzeigen nicht mehr als fünf Prozent von den tatsächlichen Werten abweichen. Auch sollten bei der Messung alle für den Verbrauch relevanten Faktoren berücksichtigt werden - also auch der Mehrverbrauch durch Zuheizsysteme oder der Verlust über die Tankentlüftung. Eine Korrektur der Verbrauchsanzeige sollte ohne Werkstatthilfe möglich sein. (ddp)
Bordcomputer vermitteln eher Tendenzangaben
Die Zahlen sehen eindeutig aus, doch der Schein trügt. «Die Messgenauigkeit von Auto-Bordcomputern in Bezug auf den Durchschnittsverbrauch sind häufig so ungenau, dass Autofahrer sich besser nicht darauf verlassen sollten», warnt ADAC-Fachmann Maximilian Maurer. Bei einer stichprobenartigen Untersuchung von 23 Automodellen stellte der Autoclub in München bei fast allen Anzeigen Fehlmessungen fest. Nur bei zehn getesteten Fahrzeugen lag die Abweichung mit maximal fünf Prozent nach oben oder unten im Toleranzbereich. In einem Fall wurde sogar ein Mehrverbrauch von 29 Prozent angezeigt. «Durch die digitalen Anzeigen mit einer Kommastelle wird dem Autofahrer eine Genauigkeit vorgetäuscht, die es so gar nicht gibt», kritisiert Maurer.
15.12.08 -












































