Mäurer plädierte zugleich für ein härteres Vorgehen der Polizei gegen gewalttätige Fußballanhänger. »Fans, die nicht zur Kooperation bereit sind, müssen sofort aus dem Verkehr gezogen werden«, sagte der Innensenator. Auch die Bahn und die örtlichen Verkehrsbetriebe hätten eine klare Verantwortung. Bereits bei der Anreise der Fans seien Kontrollen in den Zügen notwendig, um Täter frühzeitig festsetzen zu können.
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, unterstützte den Vorschlag für ein Spitzentreffen mit dem DFB. »Es kann nicht sein, dass der Fuball-Bund viel Geld verdient und einer Veranstaltung zum Thema Fußball und Gewalt fern bleibt, sagte Landsberg angesichts der Absage von DFB-Präsident Theo Zwanziger. Der DFB und die Vereine dürften ihre Verantwortung nicht bei der Polizei und den Städten «abladen».
Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, kritisierte, der DFB habe eine Chance verpasst, seine Position zu den zunehmenden Krawallen bei Fußballspielen klar zu legen. Laut Freiberg gibt es in Deutschland 12 000 gewaltbereite Fans im Umfeld von Fußballspielen. 2008 habe es 127 länderübergreifende Großeinsätze der Polizei bei Fußballspielen gegeben.
Bremer Innensenator fordert Spitzentreffen mit DFB zu Gewalt
Berlin (ddp). Der Vorsitzende der Länder-Innenministerkonferenz, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD), hat sich «entsetzt» über das Ausmaß der Gewalt am Rande von Fußballspielen geäußert. Die Einsätze der Polizei gegen diese Randalen hätten Ausmaße angenommen, die in der Sommerpause ein Spitzengespräch mit Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) notwendig machten, sagte Mäurer am Freitag auf einer Polizeifachtagung zum Thema "Fußball und Gewalt" in Berlin. Es gebe an Wochenenden "Situationen wie bei Bürgerkriegen". "Ganze Straßenzüge sind anschließend nicht mehr begehbar." Die Bekämpfung der Krawalle könne nicht allein bei der Polizei liegen, während "der DFB Fußball spielt".
15.05.09 -























































