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Deutsches Jagdgeschwader sorgt für Luftsicherheit im Baltikum

Kaunas/Siauliai (dapd). Bei einem Übergabeappell auf dem litauischen Luftwaffenstützpunkt Siauliai hat das Jagdgeschwader 71 "Richthofen" der Bundeswehr am Mittwoch die Verantwortung über die Luftsicherheit der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen.

 

"Wir werden die Sicherheit des Luftraumes in einem 24-Stunden-Betrieb sicherstellen", sagte Kommandoführer Major Matthias Fensterseifer. Für das Jagdgeschwader aus dem ostfriesischen Wittmund ist es bereits das vierte Mal, dass es die Luftverteidigung über dem baltischen Luftraum im Rahmen der NATO-Mission "Air Policing Baltikum" gewährleistet.

Für die Mission wurden rund 100 Luftwaffensoldaten und sechs Jagdflugzeuge vom Typ McDonnell-Douglas F-4 Phantom II nach Litauen gebracht. Insgesamt seien 50 Tonnen Material in 90 Containern nach Siauliai verschifft worden, teilte die Luftwaffe mit.

Seit 2004 stellen NATO-Staaten im Wechsel jeweils eine sogenannte Alarmrotte für die baltischen Länder. Diese sind zwar NATO-Mitglieder, besitzen aber keine eigenen Abfangjäger. Sollten fremde oder unidentifizierte Flugzeuge den baltischen Luftraum verletzen, sollen die Maschinen innerhalb von 15 Minuten aufsteigen, um den Eindringling abzufangen.

Vermutlich handelt es sich um den letzten Einsatz der F-4 Phantom II, die bereits seit 1973 vom Jagdgeschwader 71 eingesetzt werden. Das Wittmunder Geschwader ist der einzige Jagdverband der Bundeswehr, der noch nicht mit dem Eurofighter Typhoon ausgerüstet ist. Bisher stellten Jagdflugzeuge vom Typ F-15C von der 493. Expeditionary Fighter Squadron der US-Luftwaffe die Alarmrotte im Baltikum. Das deutsche Geschwader soll planmäßig am 28. April abgelöst werden.

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