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Die Antike - Eine Welt ohne Krebs?

Bedrohliche Krebserkrankungen kannten unsere Vorfahren nicht, zu diesem Ergebnis kamen Rosalie David und Michael Zimmerman vom Zentrum für Biomedizinisch Ägyptologie der University of Manchester. Für eine Studie untersuchten sie ägyptische Mumien und stellten fest, dass in der antiken Welt bedrohliche Krebserkrankungen kaum vorkamen.

Von: Paul Hüber

Auch tierische Fossile wurden untersucht, mit dem Ergebnis, dass bösartige Tumore sehr selten auftraten, diese seien aber nicht mit dem modernen Krebs zu vergleichen. Die Wissenschaftler schlussfolgern daher, dass heutige Krebserkrankungen hauptsächlich im Zuge der Industrialisierung entstanden und unsere Lebensweise die Krankheitsbildung begünstigt.


Allein in Deutschland sterben jährlich 220 000 Menschen an Krebs, das macht ein Viertel aller Todesfälle aus. Im Altertum hingegen sind solche Zahlen nicht zu finden, meint Michael Zimmerman. Die Mumien müssten häufiger Tumorbildungen aufweisen, das ist aber nicht der Fall.


Im Rahmen der Studie wurden bis zu 3000 ägyptische Mumien gesichtet, nur fünf wiesen Tumorerkrankungen auf. Diese waren meist nicht bedrohlich, was sich angeblich auf die Lebensweise in der Antike zurück führen lässt. Rosalie David schlussfolgert daher, dass gefährliche Krebsbildung eine durch unsere heutigen Lebensumstände begünstigte, sogar hauptsächlich dadurch ausgelöste Erkrankung sei.

Zur Studie

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