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EHEC-Erreger breiten sich aus

Nach der Ausbreitung des lebensgefährlichen EHEC-Erregers vor allem in Norddeutschland werden Infektionen in weiteren Bundesländern nicht ausgeschlossen. Es gebe Hinweise, dass es auch in südlichen und östlichen Bundesländern Infektionen mit dem Keim gegeben habe, sagte eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Montag der Nachrichtenagentur dapd.

 

Berlin (dapd). Örtliche Gesundheitsbehörden hätten vorläufige Verdachtsfälle gemeldet. Diesen werde nun nachgegangen. Ländernamen wollte die Sprecherin nicht nennen.

Derzeit werde mit Hochdruck nach der Ursache gesucht, sagte die RKI-Sprecherin. Eine Infektion über kontaminiertes Fleisch oder Rohmilch werde ausgeschlossen. Neben ungewaschenem Gemüse könnten auch andere Lebensmittel die Ursache sein. 

In Norddeutschland, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern wurden bis Sonntagabend rund 70 Fälle gezählt. In Norddeutschland werden Patienten im Krankenhaus behandelt. Einige liegen auf der Intensivstation. Der EHEC-Erreger kann schweren Durchfall verursachen. Bei Komplikationen kann es zu akutem Nierenversagen und Blutarmut kommen.

Dem Robert-Koch-Institut waren bis Montagmorgen 40 schwerwiegende Infektionsfälle bekannt. «Wir gehen davon aus, dass die Zahl noch steigt», sagte die Sprecherin. 

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