Derweil dauert die Sektion des toten Eisbären, welche die genaue Todesursache klären soll, weiter an. Die Pathologen am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung hatten laut der Sprecherin «deutliche Veränderungen des Gehirns» festgestellt, die als «Grund für den plötzlichen Tod» von Knut angesehen werden können. Das endgültige Ergebnis könne aber noch «mehrere Tage» auf sich warten lassen.
Unterdessen forderte der Deutsche Tierschutzbund die vorläufige Einstellung der Eisbärenzucht bis zur detaillierten Aufklärung des Todes von Knut. Wegen der familiären Vorgeschichte Knuts - auch bei seinem Vater Lars seien ähnliche Krankheitssymptome beobachtet worden - müsse die Frage gestellt werden, ob die Zuchtpraktiken in deutschen Zoos Krankheiten forcieren, sagte Bundesgeschäftsführer Thomas Schröder.
Die Zuchtprogramme könnten nur auf einen kleinen Genpool zurückgreifen und förderten damit die Inzucht. Diese wiederum könne das Auftreten von Erbkrankheiten und eine anfällige Gesundheit erhöhen. Der tragische Tod von Knut muss nach Auffassung des Tierschutzbundes Mahnmal dafür sein, «zukünftig auf die Haltung von Eisbären und die Nachzucht in Zoogefangenschaft zu verzichten».
Panorama, Kurioses
Eisbär Knut soll im Naturkundemuseum ausgestellt werden
Berlin (dapd). Der am Samstag überraschend gestorbene Eisbär Knut soll ausgestopft und im Berliner Naturkundemuseum ausgestellt werden. Knut sei ein «sehr beliebtes Tier» gewesen und man wolle ihn der Wissenschaft zur Verfügung stellen, begründete eine Sprecherin des Berliner Zoos am Dienstag die Entscheidung.
22.03.11 -



















































