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Energieagentur: Stromengpässe im kommenden Winter

Seit dem Reaktorunglück in Japan erhitzt die Debatte um den Atomausstieg die Gemüter. "So schnell wie möglich" hätten ihn die meisten gerne. Aber der abrupte Verzicht auf Atomkraft birgt auch Unannehmlichkeiten für die Verbraucher.

 

Balingen. Regenerative Energien, aus denen Strom erzeugt wird, sind abhängig vom Wetter und das lässt sich nicht beeinflussen. So hat die Deutsche Energie-Agentur Dena hat angesichts des geplanten Atomausstiegs erneut die Notwendigkeit neuer Gas- und Kohlekraftwerke betont. Dena-Chef Stephan Kohler bestätigte heute morgen, dass Photovoltaik und Windenergie nicht immer gesichert zur Verfügung stünden. Um eine sichere Versorgung zu gewährleisten, seien deshalb nach Dena-Berechnungen neue Gas- oder Steinkohlekraftwerke mit einer Kapazität von 10.000 bis 12.000 Megawatt nötig.

Derzeit würden etwa 2.000 bis 2.500 Megawatt Strom - vor allem Braunkohlestrom aus Tschechien und Atomstrom aus Frankreich - aus dem Ausland importiert. Es sei jedoch wichtig, dass «sehr schnell» überprüft werde, wie die Lage im kommenden Winter aussehen könnte, wenn der Stromverbrauch höher ist als im Frühjahr und Sommer. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft sich am heutigen Montag mit den Bundestags-Fraktionschefs zu einem Gespräch über die künftige Energiepolitik im Kanzleramt. Am 6. Juni soll das Bundeskabinett die Energiewende beschließen. Bundestag und Bundesrat hätten dann fünf Wochen für die Beratungen und die Verabschiedung. Am 8. Juli sind die letzten Sitzungen von Bundestag und Länderkammer vor der Sommerpause terminiert. 

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