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Erich Loest will keinen Roman mehr schreiben

Leipzig (ddp). Von Erich Loest wird es keinen neuen Roman mehr geben. "Wir Greise können doch keine 400 Seiten mehr überblicken", sagte der 84-jährige Loest der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe). "Ich werde nie wieder ein dickes Buch schreiben, ich bin zu alt." Mit seinem literarischen Werk ist er weitgehend zufrieden. Sein Buch "Es geht seinen Gang" über den Alltag in der DDR in den 1970er Jahren ist seiner Meinung nach "das beste Buch, das je über die DDR geschrieben wurde".

 

Hart ins Gericht geht Loest mit seiner Heimatstadt Leipzig. Der Stadt, deren Ehrenbürger er auch ist, fehle "leider die demokratische Entschlossenheit". Es mangele an klugen Köpfen, "die wissen, wohin die Stadt will".

Der 1926 in Mittweida geborene Loest saß in den 1950er und 1960er Jahren siebeneinhalb Jahre in Bautzen in Haft, 1981 zog er in die Bundesrepublik. Nach dem Mauerfall kehrte er nach Leipzig zurück. Mit seinem Wenderoman "Nikolaikirche" wurde er berühmt.

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