Dies alles erfuhr der Co-Autor des Buches Vassiliev als ehemaliger KGB-Offizier Anfang der 90er Jahre, als er in Moskau Zugang zu Archiven des Geheimdienstes aus der Stalin-Ära erhielt. Damals machte er sich jede Menge Notizen, die nun die Basis des Buches bilden. Über die Gründe Hemingways kann jedoch auch das Buch nur spekulieren: Ob er sich lediglich als Pseudo-Spion gefiel, um seine Abenteuer literarisch aufarbeiten zu können oder ob er sich wirklich mit voller Überzeugung, aber eben grenzenlos ineffektiv an sowjetischer Geheimdienstarbeit beteiligen wollte, bleibt im Unklaren. Dem ohnehin schon rastlosen und erlebnisreichen Leben des Literaten kann nun eine weitere exzentrische Facette hinzugefügt werden. (MS).
Ernest Hemingway war anscheinend Spion des KGB
Der Gewinner des Nobelpreises für Literatur Ernest Hemingway wird in dem neu erschienenen Buch „Spies: The rise and fall oft he KGB in America“ als Agent des sowjetischen Geheimdienstes enttarnt. Die Autoren Haynes, Klehr und Vassiliev behaupten, der Romancier wäre 1941 vor einem China-Aufenthalt vom KGB angeworben und rekrutiert worden. Hemingway habe den Codenamen Argo besessen und bei Treffen mit sowjetischen Agenten in London und Havanna mehrmals seinen Einsatzwillen kund getan. Da Hemingway jedoch niemals konkrete politische Informationen liefern konnte und den KGB auch sonst nicht mit nützlicher Arbeit unterstützte, wurde die Zusammenarbeit Ende der 40er Jahre beendet.
18.07.09 -



















































