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Fukushima ist nun Tschernobyl 2.0

Leonberg - Nun ist es offiziell, was die meisten schon lange befürchteten, die japanische Atomaufsichtsbehörde hat die Atomkatastrophe in Fukushima von Stufe 5 auf die Stufe 7 heraufgesetzt. Diese höchstmöglichste Stufe auf der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse stuft also den Vorfall in Fukushima als „katastrophaler Unfall“ ein, der schwerste radioaktive Freisetzung, eine weitläufige Auswirkung auf die Umwelt und gesundheitliche Spätschäden über große Gebiete zur Folge hat.

Von: Paul Hüber

Die japanischen Behörden üben sich trotz der Katastrophalen Auswirkungen in Gelassenheit,  die Aufstufung beziehe sich auf den Zeitpunkt des Beginns der Katastrophe vor über einem Monat. Mittlerweile wären die Werte der atomaren Katastrophe stark gesunken. Dies klingt eher nach Beschwichtigungspolitik als realistische Einstufung einer ernstzunehmenden atomaren Katastrophe.

Diese Vorgehensweise erinnert an das Vertuschungs-Verhalten der sowjetischen Regierung bei der Tschernobyl-Katastrophe 1986 in der Ukraine, wo nur sehr vage über die eigentlichen Gefahren und Folgen des Super-Gaus berichtet wurde. Noch bis heute, sind die tatsächlichen Gefahren dieses Unglücks auf Mensch und Natur nicht final geklärt.

Es ist zwar in einem gewissen Maße zu verstehen, dass die japanische Regierung keine unnötigen Hiobsbotschaften verbreiten will, da sich das Volk noch immer in einer Schockstarre befindet, aber die spärliche und sprunghafte Informationspolitik schafft wohl noch mehr Unsicherheit, als eine klare und eindeutige Berichterstattung vom atomaren Ground Zero von Fukushima. Diese springen und drucksen der Regierung lässt wohl nur einen Schluss zu: keiner weiß genau, was in der Ruine in und um das Atomkraftwerk in Fukushima los ist.

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