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Greenpeace entdeckt Pestizide in Gewürzen

Hamburg (ddp). Zahlreiche getrocknete Kräuter und Gewürze sind mit Pestiziden belastet. Wie die Umweltorganisation Greenpeace am Donnerstag in Hamburg mitteilte, stufte sie nach einem Test mehr als 25 Prozent der 37 Proben aus konventionellem Anbau als "nicht empfehlenswert" ein.

 

Nach Greenpeace- Angaben sind, wie bereits im Vorjahr, besonders Paprika, Currypulver und getrocknete Petersilie belastet. So werde in getrockneter Petersilie der Marke Tip, einer Eigenmarke der Metro-Tochter Real, die gesetzlich festgelegte Höchstmenge überschritten. Die Organisation hat Strafanzeige gegen Metro erstattet. Im Vergleich zu 2008 sind frische Kräuter hingegen nur noch gering belastet.

Laut Greenpeace enthält eine Prise Paprika oder Curry bis zu 20 verschiedene Chemikalien. Darunter befidnen sich gesundheitsgefährdende Wirkstoffe wie das als Nervengift wirkende Chlorpyrifos-Ethyl und das die Fortpflanzung beeinträchtigende Carbendazim. Selbst das in der EU verbotene Pestizid DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) ist in einer Curry-Probe nachgewiesen worden. Untersucht worden sind insgesamt 44 Proben, sieben davon aus biologischem Anbau.

Gleichzeitig kritisierte Greenpeace Mängel beim Verbraucherschutz. Für Gewürzmischungen wie Currypulver gebe es keine Grenzwerte bei der Pestizidbelastung.

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