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Gropius-Bau zeigt Le-Corbusier-Ausstellung

Berlin (ddp). Der Martin-Gropius-Bau in Berlin ist ab Donnerstag (9. Juli) einzige Deutschlandstation einer internationalen Schau zum Werk des Architekten, Malers und Filmemachers Le Corbusier (1887-1965). Die Ausstellung ist «Le Corbusier - Kunst und Architektur» betitelt. Realisiert wurde das Projekt durch das Vitra-Design-Museum in Weil am Rhein, die Pariser Corbusier-Stiftung, das niederländische Kulturinstitut und die Berliner Festspiele. Zu sehen sind 380 Exponate. Bisherige Stationen waren London, Liverpool und Rotterdam.

 

Im Mittelpunkt der Berliner Schau stehe Le Corbusiers Verhältnis zu Deutschland und zur deutschen Hauptstadt, sagte Kurator Mateo Kries am Dienstag. Der als Charles Jeanneret im französischsprachigen Teil der Schweiz geborene Le Corbusier betrieb 1910 und 1911 umfangreiche Studien in Dresden, München und Berlin. Während eines sechsmonatigen Praktikums im Atelier des Berliner Architekten Peter Behrens wohnte er in Postdam-Babelsberg. Kurator Stanislaus von Moos ergänzte, in den 20er Jahren habe das «Multitalent» Le Corbusier Einfluss auf die Architekten des Bauhauses gehabt.

Zu Le Corbusiers bekanntesten Bauten in Deutschland zählen sein Komplex innerhalb der Stuttgarter Weißenhofsiedlung von 1927 und die sogenannte Wohnmaschine Unités d'Habitation (Wohneinheit) aus dem Jahr 1957 in Berlin-Charlottenburg. 1957/1958 beteiligte sich der Künstler zudem an einem in West-Berlin ausgeschriebenem Wettbewerb, der städtebauliche Konzepte für das Zentrum Berlins nach einer Wiedervereinigung zum Inhalt hatte.

Bilder-Galerie (Bild anklicken zum Vergrößern)
 


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