Diese steht unter dem bezeichnenden Titel „Leben im Laufschritt“, der seiner Autobiographie entlehnt ist und bereits auf die unstete und ruhelose Suche nach Neuem hindeutet. So unterschiedlich wie die Bereiche seiner Aktivitäten sind, fallen auch die Arbeiten seines künstlerischen Schaffens aus: vom gegenständlichen Frühwerk und rauen Materialbildern über naive Afrika-Impressionen und sinnlichen Frauenkörpern bis hin zu grellen Großformaten und gebirgigen Skulpturen reicht das Spektrum.
Den wohl prägendsten Einfluss auf die Kunstgeschichte nach dem zweiten Weltkrieg stellt sein Konzept der Art Brut dar. Ungekünstelt, keiner bestimmten Ästhetik verpflichtet und besonders unakademisch biete diese gerade Außenseitern wie Kindern, Geisteskranken oder Straßenkünstlern ein Sammelbecken. Dabei geht es darum Kunst nicht auf Konzepten aufzubauen, sondern ganz natürlich, spontan und gewissermaßen nebenher entstehen zu lassen. Obwohl er sich selbst nie strikt dieser Szene zuordnete, gelang es ihm dadurch doch die Hoch- mit der Subkultur zu verbinden. Gerade das Grobschlächtige daran kommt seiner Forderung, dass Kunst den Geist anrempeln müsse, um ihn in Bewegung zu bringen, sehr nahe. (MS).























































