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Keine betriebsbedingten Kündigungen im Opel-Werk Rüsselsheim

Wiesbaden (ddp.djn). Der US-Autokonzern General Motors (GM) will beim Abbau von Arbeitsplätzen an seinem Opel-Standort in Rüsselsheim ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. Für drei Viertel der wegfallenden Jobs könnten Lösungen wie Frühverrentung gefunden werden, sagte Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden nach einem Treffen mit Opel-Europachef Nick Reilly. In Wiesbaden kündigte der GM-Manager an, noch Mittwochnachmittag der Arbeitnehmervertretung den Gesamtplan des Konzerns für Europa darzulegen.

 

Koch erklärte, mit GM auch über Staatshilfen zu sprechen, "wenn das Unternehmen einen Geschäftsplan vorlegt". Wie in jedem anderen Fall auch werde dieser geprüft. "Opel bekommt keine Sonderbehandlung", sagte der Ministerpräsident. Reilly bezeichnete den Umzug der GM-Konzernzentrale von Zürich nach Rüsselsheim als einen "Indikator" für die hohe Bedeutung des hessischen Produktionsstandorts. Das Unternehmen plane in Rüsselsheim eine "Vereinfachung der Managementebenen". Reilly bedankte sich auch für Kochs Unterstützung für GM in der Vergangenheit.

Reilly hatte bereits am Dienstag Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und den rheinland-pfälzischen Regierungschef Kurt Beck (SPD) getroffen und erste Details für die Europasparte von GM vorgestellt. Der GM-Manager sicherte zu, die Opel-Produktionsstätten in Bochum und Kaiserslautern seien nicht von Schließung bedroht, der Detroiter Konzern werde jedoch europaweit 9500 der 50 000 Stellen streichen. Am Dienstag gabe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekannt, GM habe im November den Staatskredit komplett zurückbezahlt.

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