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Klimawandel: Deutschland muss sich auf Veränderungen einstellen

Dessau (ddp). Das Umweltbundesamt (UBA) und der Deutsche Wetterdienst (DWD) fordern weiterreichende Schritte zur Anpassung an den sich abzeichnenden Klimawandel. DWD-Präsident Gerhard Adrian sagte am Donnerstag am Rande einer Tagung in Dessau: "Wir müssen unsere Strukturen an die künftigen Bedingungen anpassen" und nannte als Bespiele höhere Deiche und ein noch genaueres Frühwarnsystem.

 

Extreme Wetterereignisse wie starke Niederschläge oder Hitzperioden hätten in den vergangenen Jahrzehnten messbar zugenommen, sagte der UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Ereignisse, wie die schweren Überschwemmungen in Pakistan oder die in Sachsen, verdeutlichten, wie wichtig es sei, sich auf die Folgen einzustellen.

Flasbarth sagte, Wissenschaftler und Umweltschützer seien sich inzwischen einig, der Klimawandel könne "nicht mehr komplett gestoppt" werden. "Wir müssen lernen, die Folgen zu beherrschen". Der Präsident warnte jedoch davor, einzelne extreme Ereignisse als "quasi Beweis für den Klimawandel" herbeizuziehen. Die Vielzahl, Dichte und das Ausmaß der Wetterextreme bestätigten aber den Trend zum Klimawandel.

DWD-Präsident Adrian sagte: "Der Klimawandel ist Tatsache". Die Jahresdurchschnittstemperatur in Deutschland sei von 1981 bis 2009 bereits um 1,1 Grad gestiegen. Zugleich sei der Zeitraum 2000 bis 2009 in Deutschland und weltweit die wärmste Dekade seit Beginn flächendeckender Messungen vor 130 Jahren gewesen.

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