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Ölpreis-Sorgen halten DAX in Schach

Frankfurt/Main (dapd). Die Unsicherheit wegen der Lage in Libyen und in anderen arabischen Ölexportländern drückt weiter auf die Stimmung der Anleger. Der deutsche Leitindex DAX verlor am Mittwoch 0,6 Prozent auf 7.181 Punkte, der MDAX fiel um 1,2 Prozent auf 10.182 Zähler. Der TecDAX sank um 0,2 Prozent auf 898 Punkte.

 

Nach dem Kursrutsch vom Dienstag erholten sich die Aktien in New York im frühen Mittwochhandel etwas, drehten aber teils wieder ins Minus. Der Dow-Jones-Index fiel bis 18.00 Uhr MEZ um 0,1 Prozent auf 12.040 Punkte, der Nasdaq-Composite machte dagegen 0,4 Prozent gut auf 2.748 Zähler. «Rückenwind kommt vor allem vom Technologiesektor und vom Ölpreis», sagte ein Händler. Die US-Lagerbestände an Rohöl und Benzin sind in der Woche zum 25. Februar im Vergleich zur Vorwoche zwar wider Erwarten gesunken. Der Ölpreis hat daraufhin jedoch leicht nachgegeben.

Der Euro ist am Mittwochnachmittag zum Dollar nahe an ein neues Viermonatshoch gestiegen. «Der Status des Dollar als sicherer Hafen wird zunehmend in Frage gestellt», sagte ein Devisen-Experte. Die Gemeinschaftswährung erreichte bei 1,3890 Dollar den höchsten Stand seit dem 9. November 2010. Gegen 18.00 Uhr wurden für einen Euro 1,3867 Dollar bezahlt. «Die Zone um 1,3860 Dollar war Anfang Februar und auch in den vergangenen Tagen ein starker Widerstand, der nun aber gebrochen zu sein scheint», sagte der Experte. Nun könne der Euro kurzfristig bis auf 1,3950 Dollar aufwerten. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3809 Dollar fest.

Im DAX waren Autowerte die Verlierer. BMW gaben 2,8 Prozent ab auf 58,00 Euro, Daimler verloren 2,8 Prozent auf 49,60 Euro, MAN fielen um 2,4 Prozent auf 88,61 Euro. Händler verwiesen auf die Unruhen im arabischen Raum und deren Auswirkungen auf den Ölpreis. Am anderen Ende gewannen allen voran K+S 1,5 Prozent auf 56,88 Euro. adidas legten nach der positiv aufgenommenen Bilanzvorlage um 1,1 Prozent zu auf 47,03 Euro, BASF machten 0,9 Prozent gut auf 60,33 Euro.

Im MDAX verloren Celesio 6,2 Prozent auf 18,52 Euro. Axel Springer, die am Mittwoch einen neuen Ergebnisrekord vermeldeten, fielen um 5,3 Prozent auf 113,55 Euro. Gewinner waren SGL Carbon, die 7,0 Prozent zulegten auf 30,40 Euro. Im TecDAX gaben Centrotherm 4,3 Prozent ab auf 31,00 Euro.

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