Möbius, seiner Frau und einem weiteren Bruder hatte der Hof in Fresenhagen zuletzt gehört. «Wir haben den Hof verkauft, weil es zu teuer wurde, ihn zu betreiben», sagte Möbius. Die Unterhaltung des Gästehauses und des Cafés habe zu viel Geld gekostet.
Reiser lebte und arbeitete bis zu seinem Tod 1996 im Alter von 46 Jahren in dem Haus. Es liegt nur wenige Kilometer südlich der deutsch-dänischen Grenze. Dort lebte Reiser, mit bürgerlichem Namen Ralph Christian Möbius, seit 1975 mit seiner Band Ton Steine Scherben («Keine Macht für Niemand») in einer Art Landkommune. Nach dem Ende der Band Anfang der 80er Jahre startete Reiser eine Solokarriere. Er schrieb Hits wie «König von Deutschland», «Junimond» oder «Alles Lüge». Reiser war mithilfe einer Sondergenehmigung durch in dem Garten des Anwesens beerdigt worden.
In Fresenhagen soll nun eine Einrichtung der Jugendhilfe entstehen. «Für alle, die unsere Hilfe benötigen. Wir wollen etwas ganz Neues machen, einen Schlussstrich ziehen», sagt die neue Eigentümerin und Pädagogin Jalena Rindfleisch der Zeitung. Die Einrichtung des Museums und Reisers Zimmer soll nach Berlin geschafft werden. Im Februar soll die erste Gruppe Jugendlicher einziehen. «Rio hätte nichts dagegen gehabt», sagte Möbius.
Rio Reisers Leichnam muss umziehen
Fresenhagen (dapd). Der Bauernhof des 1996 gestorbenen Musikers Rio Reiser im nordfriesischen Fresenhagen ist verkauft. Der im Garten liegende Rio Reiser wird umgebettet. «Ich kann ihn nicht hier liegen lassen», sagte Reisers Bruder Gert Möbius dem «Flensburger Tageblatt» (Montagausgabe). Die sterblichen Überreste des «Königs von Deutschland» sollen auf den Alten St. Matthäus-Kirchhof in Berlin umgebettet werden.
17.01.11 -















































