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Röttgen prüft Atommüll-Entsorgung bei Alt-AKW

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) treibt den Atomausstieg weiter voran. Derzeit lässt er prüfen, ob die abgeschalteten Atomkraftwerke ausgeschaltet bleiben können, ohne Entsorgungsprobleme zu schaffen.

 

Balingen. Um zu prüfen, ob ein Verzicht auf das Wiederanfahren der derzeit stillgelegten Alt-Atomkraftwerke wie Biblis B zusätzliche Entsorgungsprobleme schafft, beauftragte Röttgen eine Entsorgungskommission. 

Vor allem geht es hier um die erst kürzlich abgebrannten Brennelemente im Reaktorkern, die noch einen hohen Anteil an spaltbarem Material in sich tragen und von denen deshalb die Gefahr der radioaktiven Strahlung ausgeht. Der Vorsitzende der Entsorgungskommision, Michael Sailer, wird hierzu einen Anforderungskatalog erarbeiten, wie eine unproblematische Entsorgung sicherzustellen sei. 

Die Betreiber der AKW argumentieren, dass diese "noch heißen" Brennstäbe nicht sicher untergebracht werden könnten, weder in den Reaktor-Abklingbecken noch in den Castor-Behältern. Deshalb plädieren sie für die Wieder-Inbetriebnahme der Reaktoren, um diese Stäbe noch mindestens sechs Monate "abbrennen" zu lassen.

Unabhängige Experten halten die Argumentation der Konzerne nicht für stichhaltig. Die Abklingenbecken müssten so dimensioniert sein, dass sie zu jedem Zeitpunkt eine ganze Reaktorkern-Ladung aufnehmen könnten, sagen sie.

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