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So schmieren deutsche Unternehmen den US-Wahlkampf

Berlin. Deutsche Unternehmen finanzieren den Wahlkampf in den USA mit Spenden in Millionenhöhe. Die Zeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) berichtete vorab unter Berufung auf Zahlen der US-Wahlkommission FEC und des unabhängigen Center for Responsive Politics, deutsche Firmen hätten über ihre US-Töchter bisher rund 1,7 Millionen Dollar in das Rennen um die freiwerdenden Sitze im Washingtoner Kongress gepumpt. Allerdings hätten sich die deutschen Firmen bei Senatskandidaten der radikal-konservativen Tea-Party-Bewegung zurückgehalten.

 

Den Spitzenplatz unter den deutschen Spendern nimmt dem Blatt zufolge der Pharmakonzern Bayer mit 341.000 Dollar ein. Das geht aus den Angaben der Unternehmen hervor, die bei der FEC bis zum 3. Oktober eingereicht wurden.


Die Deutsche Telekom sammelte über ihre Tochterfirma 310.650 Dollar ein und gab sie an Politiker weiter, während Siemens 227.000 Dollar in den Wahlkampf steckte. Insgesamt 16 US-Zweige deutscher Firmen haben bisher Gelder für die Kongresswahlen eingesammelt.

Die Zeitung schrieb, insgesamt seien durch ausländische Unternehmen bisher fast zwölf Millionen Dollar in die Wahlkampfkassen der Politiker geflossen. Hinter dem Großteil stünden mit rund neun Millionen Euro europäische Mutterkonzerne. Spitzenreiter sei Großbritannien mit rund 2,4 Millionen Euro, gefolgt von der Schweiz mit etwa 2,1 Millionen Euro. Dann folgten die Töchter deutscher Unternehmen.

In den USA wird am 2. November ein neues Repräsentantenhaus gewählt. Außerdem werden 37 Senatoren und 37 Gouverneure in den Bundesstaaten neu bestimmt.

Die Frage, warum pumpen deutsche Unternehmen Millionen in den US-Wahlkampf und ermöglichen Senatas-Anwärtern den politischen Aufstieg? Will Bayer und Co. ihre Marktposition in den USA stärken? Oder einfach nur eine kleine Aufmerksamkeit der Atlantikbrücke?

(dapd/PH)

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