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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen "Zeit"-Hacker

Hamburg (dapd). Nach dem Angriff auf Kundendatenbanken der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den mutmaßlichen Hacker. Das Verfahren richte sich gegen einen 18-Jährigen wegen des Verdachts des Ausspähens von Daten, sagte der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers, am Mittwoch auf dapd-Anfrage. Dem Verfahren liege eine Strafanzeige von Anfang August zugrunde. Der Beschuldigte hat bislang keine Angaben zum Sachverhalt gemacht.

 


"Die Zeit" hat eigenen Angaben zufolge inzwischen Vorsorge zum besseren Schutz ihrer Abonnenten getroffen. Die Sicherheitslücke sei geschlossen worden, hieß es bereits zu Beginn der Woche aus dem Haus.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass ein Täter in Datenbanken der "Zeit" eingedrungen war und sensible Daten bis hin zu Bankverbindungen abgeschöpft hatte. Betroffen waren nach Angaben der Wochenzeitung sowohl Abonnenten der gedruckten Zeitschrift, die somit auch die Online-Premiumausgabe kostenfrei nutzen können, als auch reine Online-Kunden. Bei letzteren sei es um die heiklen Informationen gegangen. Unmittelbar betroffen seien "wenige tausend" Kunden, sagte "Zeit"-Sprecherin Silvie Rundel. Es gehe um die Bereiche E-Paper und Audio.

Möllers zufolge ist die Wohnung des mutmaßlichen Hackers durchsucht worden. Dabei wurden ein PC, ein Laptop sowie CDs sichergestellt. "Im Moment werten wir aus, welche konkreten Daten ausgespäht wurden", sagte Möllers.

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