Das ist das Ergebnis einer Befragung der Bundesärztekammer, über die das Nachrichtenmagazin "Spiegel" am Freitag vorab berichtete. Das Institut für Demoskopie Allensbach befragte dafür 527 repräsentativ ausgewählte Ärzte aus der ambulanten und stationären Versorgung.
Der Studie zufolge sind Ärzte weitaus häufiger mit dem Sterbewunsch von Schwerstkranken konfrontiert als bisher bekannt. Mehr als jeder dritte Arzt wurde laut Umfrage schon um Hilfe beim Suizid gebeten, unter den Hausärzten sogar jeder zweite.
Rund ein Drittel der Mediziner wünscht sich eine gesetzliche Regelung. Bisher fürchten viele Ärzte, ihre Zulassung zu verlieren, wenn sie Patienten beim Suizid helfen. Bundesärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe sagte jedoch, diese Angst sei unbegründet. "Wenn ein Arzt es ethisch mit sich vereinbaren kann, beim Suizid zu helfen, dann kann er dies unter heutigen Bedingungen schon tun", sagte er dem Magazin.
(ddp)
Es gebe Formen, in denen Ärzte ihren Patienten helfen könnten, ohne Furcht vor einer Strafe - zum Beispiel durch die Ausstellung eines Rezepts.
"Ich persönlich könnte das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Aber ich habe immer Verständnis für Einzelfälle", sagte Hoppe. "Ich weiß nicht, wie viele das tun. Aber inoffiziell passiert manches, und der Staatsanwalt kümmert sich nicht darum.".



















































