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Union und SPD verhandeln über Grundgesetzänderung für Jobcenter

Berlin (ddp). Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist am Freitag in Berlin mit Vertretern von SPD und Union zusammengetroffen, um über die angestrebte Reform der Jobcenter für Langzeitarbeitslose zu verhandeln. Zu dem Gespräch im Arbeitsministerium waren der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier und der rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsident Kurt Beck geladen. Als Vertreter der Unions-geführten Bundesländer nimmt der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) teil.

 

Bei dem Treffen wollen Union und SPD die Bedingungen für eine Reform und die angestrebte Grundgesetzänderung ausloten. Für die Änderung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag und damit auch die Zustimmung der SPD notwendig.

In den Jobcentern und Arbeitsgemeinschaften werden mehr als fünf Millionen Langzeitarbeitslose und deren Familien gemeinsam von Kommunen und Arbeitsagentur betreut. Ende 2007 hatte das Bundesverfassungsgericht die Mischverwaltung für verfassungswidrig erklärt und eine Neuregelung bis Ende 2010 angeordnet.

Am vergangenen Sonntag einigte sich die Unions-Spitze überraschend darauf, mit der SPD Verhandlungen über eine Grundgesetzänderung aufzunehmen.

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