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Vorwürfe wegen Digedag-Sammlung zurückgewiesen

Leipzig (ddp). Rainer Eckert, Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, hat die Kritik um den Umgang mit dem Lebenswerk des "Digedags"-Schöpfers Hannes Hegen zurückgewiesen. Er sei von den Vorwürfen einer mangelhaften Erfassung der Sammlung überrascht, sagte Eckert in Leipzig auf ddp-Anfrage. Es sei Bedingung Hegens gewesen, seine Arbeiten selbst einzupacken und so von seinem Lebenswerk Abschied zu nehmen.

 

Wann in Leipzig eine Ausstellung über die "Digedags" zu sehen sein wird, ist nach Worten Eckerts noch unklar. Denkbar sei anschließend auch eine Wanderausstellung zu den beliebten DDR-Comicfiguren. Am Dienstag war in Berlin im Privathaus Hegens die Schenkungsurkunde unterzeichnet worden. Die Sammlung umfasse rund 50 Pakete mit "mehreren tausend Zeichnungen und Entwürfen", sagte Eckert. Das gesamte Archiv habe zuvor in Hegens Privathaus gelagert.

Im Deutschlandradio Kultur hatte der Museumschef am Dienstag gesagt, das Zeitgeschichtliche Forum habe "unter den deutschen Museen mit die besten Möglichkeiten, derartig wertvolle Zeichnungen sachgerecht zu verwalten, zu erhalten, zu katalogisieren und später auch auszustellen". Zuvor war in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" kritisiert worden, dass das Zeitgeschichtliche Forum die Originale aus Hegens Archiv in Berlin abgeholt habe, ohne sie vorher mit seiner Hilfe erfasst und erschlossen zu haben.

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