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Währungskonflikt: Es herrscht Krieg zwischen USA und China!

Leonberg. Amerika startet einen Großangriff auf die Volksrepublik China. Nicht mit Flugzeugträgern oder Panzern, sondern mit einer anderen, mächtigen Waffe, der Währungspolitik. Das US-Repräsentantenhaus beschloss Strafzölle auf chinesische Waren, um deren Marktvorteil, durch die niedrige chinesische Währung Yuan auszugleichen. Der Chef des Internationalen Währungsfond (IWF), Dominique Strauss-Kahn, warnte vor einem Währungskrieg: "Ganz offensichtlich verbreitet sich die Idee, Währungen als politische Waffe einzusetzen".

Von: Paul Hüber

Wird China für die angeschlagene Wirtschaftsmacht Amerika zunehmend gefährlich? Die Tatsache das China ein Fünftel aller US-Amerikanischen Staatsschulden haltet und mehr Dollar-Währungsreserven als Russland, die Eurozone und Japan zusammen hat, sprechen dafür. Dieser wirtschaftlichen Macht der Chinesen, will die USA womöglich mit dem Beschluss, Strafzölle für importierte chinesische Waren zu erheben, entgegen. Die Anschuldigung gegen China ist klar: Die Volksrepublik haltet den Kurs des Yuan künstlich nieder um sich einen Vorteil bei den Warenexporten zu verschaffen. 

Die Krise nach der Krise?

Das Peterson Institut für Internationale Wirtschaft in Washington kam zu dem Ergebnis, dass die chinesische Währung bis zu 40 Prozent unterbewertet ist, somit stehe sie der wirtschaftlichen Erholung der USA im Wege. Auch die großen Defizite der USA mit China werden auf die Unterbewertung des Yuan zurückgeführt. Seit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) habe sich der Handelsbilanz-Überschuss Chinas gegenüber den USA mehr als verdoppelt.  Durch dieses zunehmende Ungleichgewicht und die Nichtaufwertung des Yuan könne laut Experten das weltweite Wirtschaftliche Gefüge ins Wanken geraten.

Ein Wirtschaftskrieg hätte fatale Folgen für die Konjunktur

Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) warnte vor einem Wirtschaftskrieg, dieser würde nämlich einen herben Rückschlag für die Konjunktur bedeuten. Auch der Wirtschaftsaufschwung in Deutschland könnte durch den Handelskonflikt einen Dämpfer bekommen.  Die Bundesbank warnte in einer Stellungnahme davor, den Kurs von Währungen zu manipulieren, um sich Handelsvorteile zu erkämpfen. Bundesbankvorstand Andreas Dombret nannte dies – wohl noch harmlos ausgedrückt – „problematisch“.

China-Handel könnte sich für Deutschland als Schuldenfalle entpuppen

Auch die Europäer fordern die Aufwertung des Yuan, dass Interessa scheint klar zu sein. Deutschland als Wirtschaftsmotor Europas soll der Rücken gestärkt werden, denn der wirtschaftliche Erfolg der BRD und wohl auch Europas steht und fällt mit den Exporten und mit China hat der einstige Export-Weltmeister enorme Konkurrenz bekommen. Daher rufen auch Deutsche Experten wie der DIW-Experte Ebert dazu auf sich soldidarisch mit den USA zu verhalten. Zwar profitiere Deutschland momentan von dem Handel mit China, aber könnte auch der BRD eine ähnliche Entwicklung wie den USA drohen und warnte vor einer Schuldenfalle wegen den stark steigenden Importen aus dem Reich der Mitte.

 

 



 

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