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Währungsstreit: Bundesrepublik attackiert die USA

Berlin (dapd). Die Bundesregierung hat vor der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in Washington die USA kritisiert. Es habe in den vergangenen Tagen Vorwürfe aus den USA gegeben, "die wir uns gar nicht so richtig erklären können", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.

 

Demnach habe die Bundesregierung im Frühjahr dazu beigetragen, dass die EU nicht handlungsfähig gewesen sei. "Das Gegenteil ist wahr", sagte Seibert. Deutschland habe sehr wohl zur Handlungsfähigkeit Europa beigetragen.

Über die US-Kritik am Wechselkurs des Yuan sagte Seibert weiter, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei der Auffassung, dass Wechselkurse den reellen Wert einer Währung widerspiegeln sollten.


Angesichts der großen Liquidität beim Dollar sei aber vielleicht dessen gegenwärtiger Wert auch nicht ganz richtig, er werde dadurch abgewertet. In Toronto sei beschlossen worden, dass nun eine Exit-Strategie aus der Konjunktur-Ankurbelung gefahren werden müsse, damit die Finanzpolitik wieder nachhaltig werde. Deutschland habe mit seinem Sparpaket für 2011 eine Exit-Strategie eingeleitet.


Im übrigen werde Deutschland bei Währungsfragen eng mit Frankreich zusammenarbeiten, das demnächst die Präsidentschaft der G20 übernehmen werde und dies zu einem Hauptthema machen wolle.

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