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Wenig Sicherheit auf Passagierfähren in Griechenland

München (ddp). Auf dem östlichen Mittelmeer sind immer noch viele alte Schiffe mit Sicherheitsdefiziten unterwegs. Das bemängelt der ADAC beim diesjährigen Fährentest mit dem Schwerpunkt Griechenland. Knapp ein Drittel der insgesamt 14 Passagierfähren fiel demnach mit "sehr mangelhaft" oder "mangelhaft" durch, vier Schiffe erhielten lediglich die Note "ausreichend", wie der ADAC in München mitteilte. Dagegen gab es für fünf Fähren die Note "gut" und für eine sogar ein "sehr gut".

 

ADAC-Vizepräsident Max Stich appellierte an die griechischen Behörden, bestehende Gesetze umzusetzen und die Reedereien durch "wirksame Sanktionen" dazu zu bringen, ältere Passagierfähren mit den neuesten technischen Sicherheitsstandards auszurüsten oder ganz auszumustern.

Testverlierer wurde laut ADAC-Untersuchung die "Sardinia Vera" der Reederei Kallisti Ferries. Der technische Zustand sowie das Sicherheitsbewusstsein der Mannschaft der 34 Jahre alten Fähre, die zwischen Piräus auf dem griechischen Festland und Vathi auf der Insel Samos verkehrt, seien besorgniserregend. Ein Evakuierungssystem sei nicht vorhanden, ein schnelles Rettungsboot nicht einsatzbereit und es gebe keine vorgeschriebenen Querschotten, die bei Wassereinbruch das Fluten des Autodecks verhindern sollen.

Testsieger wurde die Fähre "Ionian King" der Reederei Agoudimos Lines, die zwischen Patras auf dem Peloponnes und Igoumenitsa auf dem griechischen Festland unterwegs ist. Die 18 Jahre alte Fähre habe in vier von fünf Kategorien Bestnoten bekommen. Dabei hätten neben Sicherheits- und Rettungseinrichtungen auf höchstem technischem Niveau auch die sehr gut ausgebildete und verantwortungsbewusste Crew überzeugt.

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